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W:O:A 2010 |
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Wacken das größte Metalfestival der Welt. Dieses Mal war ich dabei. Was ich erlebt habe, was gut war, was schlecht war hier mein Bericht. Leider war es mir nicht möglich, schon am Donnerstag anzureisen um die Metal Legenden Alice Cooper und Iron Maiden, vor allem aber Mötley Crue zu erleben. So erreichte ich das Gelände am Freitag gegen 15h. Mit VIP Pass im Gepäck begab ich mich auf gleichnamigen Campingplatz, der aber hoffnungslos überfüllt war. Das dahinter liegende Gelände für „Normalos“ war aber ebenfalls ansprechend und so hab ich zusammen mit meiner Anhängerschaft dort mein Zelt aufgebaut. Dann ab aufs Gelände und das erste Bierchen bei „The Boss Hoss“ genossen. Gravedigger spielten später mit komplettem Dudelsack Orchester eine Hammershow, in der dann auch noch Doro Pesch (DORO) und Hansi Kürsch (Blind Guardian) involviert waren. Zwischendurch dann immer wieder ins Backstage, wo ich u.a. Udo Dierkschneider, die Jungs von Mad Max, Kissin Dynamite etc. und natürlich jede Menge Business-Leute traf. Viel Fachsimpelei über das heutige Musikgeschäft ließen mich fast vergessen, dass ja „Slayer“ an diesem Abend noch spielen, die ich mir unbedingt ansehen wollte. Die Musik dieser Jungs ist wirklich pure Gewalt und die Energie ist beeindruckend. So sahen das die restlichen Wackeraner wohl auch und das Gelände staubte von den „Circles“, die die Leute, trotz Verbot, immer wieder zelebrierten. Später auf dem Zeltplatz war an Ruhe überhaupt nicht zu denken. Hier ging dann erst mal richtig die Party ab. Jetzt wurden (wir reden von 2 Uhr morgens) die Grills angeschmissen, das Bier ausgepackt und - los. Nach dem die Leute so langsam mitbekommen haben, wenn sie da in ihren Reihen sitzen haben, musste ich noch jede Menge Autogramme geben und es wurde noch voller. Als dann die ersten Sonnenstrahlen aufs Gelände strahlten, fiel ich tot auf meine Matratze. Der nächste Tag fing dann entsprechend an. Erst mal alles sortieren (Kopf, Beine, Arme, alles noch da) und vor allem ein Klo suchen. Mich graute schon vor den berühmten Wacken-Dixies, die schon von weitem erahnen lassen, dass sich hier ein Tor zur Unterwelt auftut. Ich bevorzugte dann doch die angenehmeren Toiletten im VIP Bereich ;-) Dann wieder den Grill an. Mmhh Bratwurst mit Senf und Apfelschorle zum Frühstück, wie bei Muttern. Es gab aber auch einen Bauern, der Jägermeister Frühstück anbot. Klang auch interessant - Vielleicht nächstes Mal. Dann ab aufs Gelände und auf dem Metalmarket erst mal ein Piratentuch gekauft, gegen die Sonne. Bei dem Brummschädel wollte ich nicht auch noch Hitzestich bekommen. Im Wackinger-Village gab’s dann Kirschbier. Zuckersüß und mit Beschleunigungseffekt. Funktioniert als Reparierbier sehr gut. Nebenan wollten dann noch ein paar nackte Mädels mit Getränken überschüttet werden. Die Meisten sahen das allerdings als Verschwendung an und beließen es beim angucken der Schönheiten. Beeindruckend an diesem Tag fand ich dann noch die Shows von W.A.S.P und vor allem „Edguy“, die trotz erkältetem Tobi Sammet absoluter Hammer waren. „Soulfly“, „Stratovarius“ und „Fear Factory“ rockten später auch noch tierisch ab. Das Gelände staubte von der Action, die im Publikum abging. Wahnsinn. Zum Ausklang hab ich mir dann noch auf der Beergarden Stage „Mambo Kurt“ gegeben, der mit seiner Heimorgel selbst den härtesten Headbanger zum Stagediven, Crowdsurfen und Headbangen veranlasste. Spätestens, als er mit einem Vorschlaghammer seine Orgel kurz und klein schlug und die Menge „anzünden“ forderte, wurde mir klar, dass ich hier den Jimi Hendrix der Heimorgel vor mir hatte. Wow. What a show! Kann ich nur empfehlen. Die Rückreise am nächsten Tag war ruhig, aber durch die vielen Staus sehr zäh. Lustig war, dass die Leute aus dort wohnen sich an den Straßenrand setzen und die Abfahrenden Metaller beobachten, Kaffe oder Wasser verkaufen, winken und jede Menge Spaß haben, sicherlich aber auch froh über die anschließende Ruhe sein werden. Bis nächstes Jahr und vielen Dank. EurerHarry |
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